Grußwort der Schirmherrin Frau Ministerin Scharrenbach

Frau Ministerin Scharrenbach
Foto: © MHKBG / F. Berger

Das fröhliche Markttreiben zu Pfingsten rund um die mittelalterliche Burg Linn ist seit Jahrzehnten für viele Besucherinnen und Besucher ein festes Datum im Jahreskalender. Traditionelle und neue Handwerkskunst bestaunen und das eine oder andere besondere Stück nach Hause tragen, mit den Macherinnen und Machern ins Gespräch kommen, im Familien- oder Freundeskreis gesellige Stunden im Freien genießen: Das ist es, was die Gäste am Flachsmarkt so sehr schätzen – normalerweise.

Doch nun ist schon zum zweiten Mal in Folge alles anders. Die Arbeitsgemeinschaft Flachsmarkt e.V., die das Ereignis seit 1978 mit der Unterstützung weiterer Linner Vereine so einfallsreich und zuverlässig organisiert, hat ebenso pragmatisch wie innovativ auf die pandemie-bedingten Einschränkungen reagiert. Der Flachsmarkt fällt nicht aus, sondern er wird ins Internet verlegt. Die Marktleute werden ihre Produkte digital präsentieren und statt auf dem Burghof stöbern die Kundinnen und Kunden am Online-Verkaufsstand.

Mit Optimismus und Kreativität macht die Arbeitsgemeinschaft Flachsmarkt das Beste aus einer Situation, die wir als Gesellschaft nun einmal gemeinsam bewältigen müssen. Auch wenn die virtuelle Ausgabe die persönlichen Begegnungen und die unvergleichliche Atmosphäre in der historischen Umgebung bei weitem nicht ersetzen kann, so bleiben Veranstalter, Aussteller und Publikum doch in Kontakt. Möglicherweise haben die Handwerkerinnen und Handwerker während des Lockdowns einige besondere Ideen realisiert oder alte Techniken wiederentdeckt, mit denen sie die Besucherinnen und Besucher des Online-Marktes nun überraschen werden. Sehr praktisch ist, dass die Stände nicht am Abend des Pfingstmontags abgebaut werden müssen – stattdessen ist der Markt den ganzen Sommer über geöffnet und er kann bei jedem Wetter besucht werden. 

Den Veranstaltern drücke ich die Daumen für einen reibungslosen Betrieb des virtuellen Marktes. Den Handwerkerinnen und Handwerkern wünsche ich, dass sich die Kundschaft auch online für ihre sorgfältig gefertigten Waren begeistert – verdient haben Sie es. Und den Besucherinnen und Besucher des Flachsmarkts 2021 wünsche ich überraschende Entdeckungen beim digitalen Marktbummel und schon jetzt Vorfreude auf den Flachsmarkt 2022, der dann hoffentlich wieder so stattfinden kann, wie wir den Flachsmarkt schätzen und lieben – gemeinsam und in Präsenz.

Ina Scharrenbach
Ministerin für Heimat, Kommunales,
Bau und Gleichstellung
des Landes Nordrhein-Westfalen

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