Kratztechnik (Eier)

Allerlei auf dem Ei

Das Arbeiten auf der Eischale übt schon seit Jahrhunderten in vielen Kulturen und für viele Menschen eine Faszination aus. In früheren Zeiten dekorierten die jungen Männer ein Ei und schenkten es der Angebeteten. Je schöner das Ei war, desto größer war angeblich die Liebe.

Ich selber verziere Eier in der Kratztechnik seit ungefähr 25 Jahren. Ich wollte schöne Eier am eigenen Osterstrauß haben und stieß durch Zufall in einer Dokumentation auf diese Technik. Seit dem hat sie mich nicht mehr losgelassen.

Dabei wird zuerst das Ei ausgeblasen und gründlich gesäubert. Dann kommt es in ein Färbebad, bis die Schale möglichst dunkel ist. Je dunkler die Färbung, desto schöner ist nachher der Kontrast, der sich aus der Eischale herausarbeiten lässt.

Mit verschiedenen Werkzeugen werden nach dem Trocknen die Motive in die Eischale gekratzt. Jeder Künstler hat da seine eigenen Vorlieben. Schillermesser, Schleifköpfe, Skalpelle, alles ist möglich, was den Kalk bezwingen kann, denn die Eischale wehrt sich durch ihre Härte gegen die Bearbeitung. Eine Schleifmaschine benutze ich nicht. Sie ist mir nicht fein genug.

Manche Motive werden nach dem Kratzen koloriert, also die gekratzten Flächen mit Farbe versehen. Das gibt der Arbeit mehr Tiefe.

Da jedes Stück Handarbeit ist, fallen selbst gleiche Motive nach ihrer Fertigstellung nie gleich aus. Ich bevorzuge Eiergrößen vom Zwerghuhn- bis zum Nandu-Ei mit Felltieren und Vögeln als Vorlagen. Neuerdings schleicht sich auch Obst zwischen die Motive.

Allerleiei – Petra Leinigen

http://www.allerleiei.de
https://www.facebook.com/Allerleiei-212243862158140

Cookie Banner von Real Cookie Banner